Bemerkenswerte Eschen in Mecklenburg-Vorpommern


Die gemeine Esche, Fraxinus excelsior

Man vermutet in Mecklenburg-Vorpommern nicht unbedingt alte und knorrige Eschen und doch stehen hier einige der stärksten Exemplare Deutschlands.
Insgesamt 90 bemerkenswerte Eschen haben wir in diesem Bundesland erfaßt. Im folgenden werden die sechs mächtigsten und wahrscheinlich auch ältesten dieser Bäume vorgestellt

Nummer 1: Vom Umfang die stärkste Esche, doch erkennbar vier Stämme aus einem Stock (6527)

Diese vierstämmige Esche war bereits zu DDR-Zeiten als Naturdenkmal geschützt. Wir haben sie in den Jahren 2002, 2004 und 2007 besucht.
In 2004 und 2007 haben wir jeweils 6,6m Umfang gemessen.
Bereits 2002 stand diese beeindruckende Baumgruppe leider recht unattraktiv direkt an der Einfahrt zu einem Einkaufszentrum. Autos parkten im Kronenbereich, was dem Baum schadet (Bodenverdichtung und -verschmutzung).

Esche Esche

In 2007 verhinderten Leitplanken das Zuparken des Kronenbereichs. Die Vitalität dess Baumes schien uneingeschränkt.

Esche Esche

 

 

Nummer 2: Die stärkste der "einstämmigen" Exemplare (4168)

Ein mächtiger knorriger und knolliger Stammsockel. Die viele Astausbrüche hinterlassen eine "zerfahrene" asymmetrische Krone, diese allerdings immer noch beeindruckend.
Achtlos steht der Baum heute am Rande eines Sportplatzes, unter seiner Krone werden Geräte gelagert. Kein Schild weist ihn als Naturdenkmal aus.
2001 haben wir ihn zum ersten Mal besucht, in 2003 einen Umfang von 6,2m, 2008 von 6,25m gemessen.
Das Alter dürfte 150-200 Jahre betragen, in seiner Jugend hat er sichrlich noch das bunte Treiben im Schloßpark mitverfolgt.

Esche Esche

 

 

Nummer 3: Die größte der "einstämmigen" Eschen (32654)

Die größte unter den starken Eschen Mecklenburg-Vorpommerns. Eine riesige hohe Krone wölbt sich über dem starkem Stamm ´mit seinen mächtigen Wurzelanläufen.
In der "hintersten" Ecke eines an alten Bäumen reichen Parks versteckt, kann dieser Baum sein hohes Alter wahrscheinlich in Würde weiter leben.

Esche Esche

 

 

Nummer 4: Ein weiterer mächtiger Solitär (17733)

Ein Zufallsfund an einem Feldweg. Auf einer Radtour 2007 fiel von weitem bereits die Krone auf. Die Begeisterung wuchs beim Anblick des Stammes und der gewaltigen Wurzelanläufe.
Wir maßen ziemlich genau 6m Umfang an der schmalsten Stelle des Stammes, der mächtige Wurzelstock dürfte es auf weit über 10m bringen. Eine Alterserscheinung oder Folge von ehemaliger Beweidung?
 
Ein Baum zum Träumen, zum Pause machen um auf seinen Wurzelanläufen sitzend durch die Krone das Himmelszelt zu mustern.
Waren es einst diese Recken, die die Germanen veranlaßten ihn zu einem heiligen Baum, zur Weltenesche "Yggrdrasil", zu erklären? Zum Weltenbaum, der als Weltachse die Unterwelt unter seinen mächtigen Wurzeln, die Erde unter seinen Zweigen und das Himmelszelt in seiner Krone verbindet.

Esche Esche

 

 

Nummer 6: Vital und mächtig (17669)

Noch ein Zufallsfund, ein Gang um das Gutshaus offenbarte dieses Prachtexemplar.
2007 maßen wir 5,9m Umfang an.
Mächtige Kronenäste bilden die gewaltige unregelmäßige Krone.

Esche Esche

 

 

Nummer 7: Riesige Krone, maroder Stamm (4277)

Ein starker Solitär, direkt an einem Teich.
Der Stammsockel ist hohl, die unteren Kronenäste zum Großteil ab- und ausgebrochen. Starke steile Äste bilden eine große und hohe Krone.
2007 konnte ich (alleine) den Umfang nicht messen ohne in den Teich zu fallen, sondern nur schätzen. Mehr als 5m sind es sicherlich.

Esche Esche